Besuch in Bialystok vom 25.10. bis 31.10. 2009

 

Dienstag, 27.10.09 (Anke Trautmann)

 

Andere Länder - Andere Sitten

Als wir am Dienstag, den 27.10.2009 das erste Mal die polnische Schule sahen, betraten wir diese mit gemischten Gefühlen. Natürlich waren wir gespannt darauf, wie die Schüler der anderen Ländern sind und wie der Schulalltag dieser Schule geregelt ist. Schon bereits beim Eintreten der Schule bemerkten wir, dass wir uns in einem anderem Land befinden, da die polnischen Schüler bei schlechten Wetter ein zusätzliches Paar Schuhe mitbringen müssen und diese unter Aufsicht der Lehrkräfte in der Eingangshalle der Schule wechseln mussten. Wir ließen uns von einer polnischen Austauschschülerin erklären , dass dies eine Maßnahme ist, um die Schule sauber zu halten , denn ansonsten würde es im Winter katastrophal aussehen. Neu für uns war auch das polnische Notensystem. Wenn ein Schüler dort z.B. eine Eins bekommt, würde er in Deutschland eine Sechs bekommen. Ebenso bekommen die polnischen Schüler durch verschiedene Tätigkeiten Punktabzüge bzw. Punkte für ihre Sozial - und Arbeitsverhaltennote (Punktabzug gab es z.B. wenn die Schüler keine Schuhe zum Wechseln mithatten und Punkte gab es , wenn sie einen Austauschschüler bei sich aufgenommen hatten). Überrascht hatte uns auch, dass es den Schülern nicht gestattet wurde in den Pausen raus zu gehen. Die polnischen Lehrer bewachten regelrecht die Eingangstüren der Schule. Genauso war es auch mit den Toiletten, die Schülern dürfen nur in den Pausen auf die Toiletten gehen und diese kann man noch nicht einmal abschließen, denn es könnte ja sein, dass die Schüler/innen dort versuchen zu rauchen.

Das erste Zusammentreffen aller teilnehmenden Schülern und ihren Lehrern

Als wir uns am Dienstag zum ersten Treffen in die Turnhalle der Schule begeben hatten , wurden wir von den anderen Schülern von oben bis unten gemustert, was natürlich auch daran lag, dass es ein ernormen Altersunterschied zwischen uns und den restlichen , jüngeren Schülern gab. Nachdem jeder Schüler endlich einen Platz gefunden hatte, wurde das Treffen offiziell mit einigen Begrüßenden Worten der Schulleitung und den Hauptorganisatoren eröffnet. Jedes Land, das zu Besuch war, überreichte den Hauptorganisatoren mitgebrachte und für ihre Region typische Geschenke. Danach begannen die ersten Präsentationen. Die polnische Schule hatte den restlichen Schulen einige Monate vor dem Treffen eine Challenge geschickt. In der Challenge ging es darum, dass wir einen Autor finden, der in unserer Gegend gelebt hat und über ihn und ein bekanntes Werk von ihm zu präsentieren. Wir hielten eine Präsentation über Georg Büchner und Dantons Tod.
Nachdem die Präsentationen gehalten wurden, hatten wir erst etwas Freizeit und danach sind wir in der Schulkantine essen gegangen.
Der andere Programmpunkt für diesen Tag war ein Besuch im Ikonen-Museum. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe, die nur die Führung besuchen wollte, begann zuerst mit der Führung , gingen dann etwas spazieren und verbrachten die restliche Zeit in einem Restaurant. Die andere Gruppe, die sich dazu entschieden hatte, selbst Ikonen zu malen, malten in der Zeit, in der die andere Gruppe die Führung hatte, die Ikonen und schauten sich danach das Museum an.
Danach fuhren wir zu unseren Gastfamilien. Gemeinsam mit unseren Gastfamilien, beschlossen wir abends Schlittschuhlaufen zu gehen. So fand auch der zweite Abend einen gemütlichen Ausklang.