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Dienstag, 27.10.09 (Anke Trautmann)
Andere Länder - Andere Sitten Als wir am Dienstag, den 27.10.2009 das erste Mal die polnische Schule
sahen, betraten wir diese mit gemischten Gefühlen. Natürlich
waren wir gespannt darauf, wie die Schüler der anderen Ländern
sind und wie der Schulalltag dieser Schule geregelt ist. Schon bereits
beim Eintreten der Schule bemerkten wir, dass wir uns in einem anderem
Land befinden, da die polnischen Schüler bei schlechten Wetter
ein zusätzliches Paar Schuhe mitbringen müssen und diese
unter Aufsicht der Lehrkräfte in der Eingangshalle der Schule
wechseln mussten. Wir ließen uns von einer polnischen Austauschschülerin
erklären , dass dies eine Maßnahme ist, um die Schule sauber
zu halten , denn ansonsten würde es im Winter katastrophal aussehen.
Neu für uns war auch das polnische Notensystem. Wenn ein Schüler
dort z.B. eine Eins bekommt, würde er in Deutschland eine Sechs
bekommen. Ebenso bekommen die polnischen Schüler durch verschiedene
Tätigkeiten Punktabzüge bzw. Punkte für ihre Sozial
- und Arbeitsverhaltennote (Punktabzug gab es z.B. wenn die Schüler
keine Schuhe zum Wechseln mithatten und Punkte gab es , wenn sie einen
Austauschschüler bei sich aufgenommen hatten). Überrascht
hatte uns auch, dass es den Schülern nicht gestattet wurde in
den Pausen raus zu gehen. Die polnischen Lehrer bewachten regelrecht
die Eingangstüren der Schule. Genauso war es auch mit den Toiletten,
die Schülern dürfen nur in den Pausen auf die Toiletten
gehen und diese kann man noch nicht einmal abschließen, denn
es könnte ja sein, dass die Schüler/innen dort versuchen
zu rauchen. Als wir uns am Dienstag zum ersten Treffen in die Turnhalle der Schule
begeben hatten , wurden wir von den anderen Schülern von oben
bis unten gemustert, was natürlich auch daran lag, dass es ein
ernormen Altersunterschied zwischen uns und den restlichen , jüngeren
Schülern gab. Nachdem jeder Schüler endlich einen Platz
gefunden hatte, wurde das Treffen offiziell mit einigen Begrüßenden
Worten der Schulleitung und den Hauptorganisatoren eröffnet.
Jedes Land, das zu Besuch war, überreichte den Hauptorganisatoren
mitgebrachte und für ihre Region typische Geschenke. Danach begannen
die ersten Präsentationen. Die polnische Schule hatte den restlichen
Schulen einige Monate vor dem Treffen eine Challenge geschickt. In
der Challenge ging es darum, dass wir einen Autor finden, der in unserer
Gegend gelebt hat und über ihn und ein bekanntes Werk von ihm
zu präsentieren. Wir hielten eine Präsentation über
Georg Büchner und Dantons Tod. |
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